Michael Siebel (SPD): Wohnungsbaubau für Studierende weiterführen

Die Schaffung von Wohnraum für Studierende war am Donnerstag Thema einer Debatte zu einem Antrag der SPD im Hessischen Landtag. Mit einem 30-Millionen-Euro-Programm will die SPD die Wohnungsnot insbesondere für ärmere Studierende abbauen. Der wohnungsbaupolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Michael Siebel, sagte dazu: "Trotz aller Bemühungen - vor allem der Studierendenwerke - ist es nicht gelungen, den Versorgungsgrad mit Wohnheimplätzen bei den Studierendenwerken in den letzten fünf Jahren zu steigern. Im Gegenteil: Waren 2010 noch 5,79 Prozent der Studierenden mit einem Wohnheimplatz versorgt, sind es im Jahr 2015 nur noch 5,26 Prozent gewesen. Zwar sind die absoluten Zahlen um 44340 Plätze in fünf Jahren angestiegen. Diese wurden aber durch den starken Anstieg der Studierendenzahlen aufgebraucht. Lediglich in Frankfurt kam es zu einer geringfügigen prozentualen Steigerung von 3 Prozent auf 3,72 Prozent. Dies ist allerdings mit deutlichem Abstand der geringste Versorgungsgrad in ganz Hessen.""Vor dem Hintergrund, dass eine gute Ausbildung der Studierenden wichtig ist, muss sofort ein neues Programm für Studierendenplätze aufgelegt werden. Ziel muss ein Versorgungsgrad von zehn Prozent sein, dazu wären 10000 neue Plätze notwendig", forderte der Wohnungsexperte. Rechne man allerdings die privaten und öffentlichen Träger von Wohnanlagen für Studierende ein, seien mindestens 2000 Wohneinheiten zu schaffen. Bei einem durchschnittlichen Finanzierungbedarf von 15.000 Euro pro Wohneinheit bei einem angestrebten Mietpreis von unter 300 Euro, bedeute dies die Notwendigkeit eines Sonderprogramms von 30 Millionen Euro.