Praktikumsbericht Anna Reuter

Ich heiße Anna Reuter und studiere im ersten Semester Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre. Aus Interesse an politischen Abläufen habe ich im März 2012 ein vierwöchiges Praktikum im Bürgerbüro von Michael Siebel absolviert.

In meinem Praktikum konnte ich Einblicke in die verschiedenen Aspekte der Arbeit eines Landtagsabgeordneten gewinnen und gleichzeitig auch die Arbeit auf kommunaler Ebene kennenlernen. Auf der einen Seite bedeutete dies das Besuchen verschiedener Veranstaltungen, auf der anderen Seite auch Büroarbeit, welche für einen reibungslosen Ablauf und die Organisation der politischen Arbeit unabdingbar ist.

Ein „normaler Bürotag“ zum Beispiel bestand montags aus der wöchentlichen Bürobesprechung aller Mitarbeiter um acht Uhr. Anschließend fertigte ich die Pressemappe an und kümmerte mich um die Post. Danach widmete ich mich spezifischeren Aufträgen, wie zum Beispiel ein Grußwort oder einen Teaser für eine Veranstaltung zu formulieren oder Recherchen zu betreiben. Aber auch das Formulieren und Versenden von Anschreiben oder die Anfertigung von Serienbriefen waren Aufgaben im Büro. Ich konnte sehr schnell erkennen, wie essentiell die Arbeit des Büroteams für einen gut funktionierenden politischen Betrieb ist.

An manchen Tagen folgte aber auch eine Veranstaltung auf die andere: so besuchte ich hintereinander zuerst die Sitzung des Arbeitskreises zum Ausschuss „Wissenschaft und Kunst“, nahm anschließend an der Ausschusssitzung teil, schließlich folgte eine Veranstaltung der Landtagsfraktion zur Überschrift „Fingerabdruck im Netz“. Zudem besuchte ich mehrere Fraktions- und Plenarsitzungen, aber auch Arbeits- oder Projektgruppen außerhalb des Landtags. Außerdem durfte ich am Mitarbeiterkonvent teilnehmen, auf welchem unter anderem Arbeitsgruppen und Workshops zu verschiedenen Themen stattfanden.

Insgesamt bot sich mir also eine ganze Reihe an Möglichkeiten, in diesen vier Wochen „hinter die Kulissen“ der Landes- und Kommunalpolitik zu schauen und einen Eindruck von den realen Abläufen zu bekommen. Ich kann jedem, der an den politischen Vorgängen interessiert ist, also nur empfehlen, auf diese Weise ins politische Geschehen hineinzuschnuppern.