Praktikumsbericht Margit Maus

Ich heiße Margit Maus, und habe vom 30.1.2012 bis 15.2.2012 ein Praktikum in Form eines Wiedereingliederungsverfahrens an der Seite des SPD - Landtagsabgeordneten Michael Siebel absolviert. Ich bin 53 Jahre alt und komme aus einer ganz anderen Berufsgruppe.
Politik backstage zu erleben war schon immer mein Wunsch, den ich nun realisieren konnte.

Am 30. Januar, meinem ersten Tag, fand wie jeden Montag eine Teambesprechung mit Michael Siebel und seinen Mitarbeitern im Bürgerbüro in der Wilhelminenstraße in Darmstadt statt. Termine müssen abgesprochen und koordiniert werden, stattgefundene politische Prozesse werden diskutiert, weiteres Vorgehen instruiert, ebenso wie die EDV - Verwaltung besprochen. Jede/r im Team nimmt konzentriert und engagiert am Gespräch teil, trotzdem ist die Atmosphäre locker, freundlich und kollegial.

Zudem wurde mir ermöglicht, den Hessischen Landtag in Wiesbaden kennen zu lernen.
Es war schon recht spannend, einer Fraktionssitzung und den darauf folgenden Plenarsitzungen beizuwohnen. Ein wenig erschrocken hat mich der Umgangston der Politiker untereinander im Plenum. Was den verbalen Schlagabtausch zwischen den Fraktionen angeht, soll der Hessische Landtag ja einer der härtesten sein.

Dafür hat mich der Stiftungstag wieder mit der Politik versöhnt. An diesem Tag besuchte Michael Siebel verschiedene Stiftungen in Darmstadt. Zuerst habe ich den Vorstandsvorsitzenden der HSE-Stiftung, Herrn Jakoubek und seinen Stellvertreter, Herrn Send, kennen gelernt und einen Einblick in deren Arbeit gewinnen können.

Danach besuchten wir noch den Verein "Sag ja zum Kind" in der Robert-Schneider-Strasse in Darmstadt, der von der Stiftung "Sag ja zum Kind" gefördert wird.
Das ist eine Einrichtung, die junge Mütter unterstützt, die noch zur Schule gehen oder studieren. Die kleinen Kinder werden bis zum Kindergartenalter dort sehr liebevoll betreut.

Außerdem wurde ich mit der Aufgabe betraut, die neue Kommunikationsmöglichkeit der SPD-Bundestags-Fraktion anzusehen, zu beurteilen und meinem Team vorzustellen. Es ist eine Online-Dialogplattform, die von Bürgerinnen und Bürgern dazu genutzt werden kann, Meinungen zu äußern und Vorschläge zu machen, um sich damit stärker am politischen Geschehen zu beteiligen. Mit diesem neuen Konzept will die SPD noch mehr Menschen ansprechen, um ihre Politik besser zu vermitteln und andererseits Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger aufzunehmen. Zudem soll damit die politische Arbeit der SPD transparenter werden.
Unter zukunftsdialog.spdfraktion.de kann man sich anmelden und am "Projekt Zukunft" teilnehmen.

Abschließend möchte ich der Politik und den Politikern großen Respekt aussprechen, und verstehe nach meinem Praktikum das politische Geschehen wesentlich besser.
Zu dem Beruf eines Politikers gehört äußerste Disziplin. In der Öffentlichkeit zu stehen, für alle Probleme ein offenes Ohr zu haben, eigene Bedürfnisse hinten an zu stellen, dazu gehört schon eine große Portion Engagement, Überzeugung und Herzblut.

Fazit: Dieses Praktikum trug für mich wesentlich zur politischen Bereicherung bei. Ich kann jeder Bürgerin, jedem Bürger nur nahe legen, wählen zu gehen. Ein nicht gegebenes "Kreuzchen" stärkt die anderen Parteien, die man wahrscheinlich gar nicht wählen möchte. Die SPD steht weiterhin für soziale Gerechtigkeit und versucht mit viel Engagement die Wähler zu überzeugen und zurück zu gewinnen, die sich in jüngerer Vergangenheit aus mangelndem Vertrauen oder Enttäuschung anderen Parteien zugewendet haben.

Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank an das gesamte Team der SPD-Geschäftsstelle Darmstadt

Margit Maus