Praktikumsbericht Andreas Schaper

Zwei Monate habe ich Michael Siebel als Praktikant begleitet, dabei viel über Wohnpolitik gelernt und hinter die Kulissen des hessischen Landtags geschaut.

Dabei habe ich gelernt, dass Landtagsarbeit mehr bedeutet als Plenarsitzung. Landtagsarbeit bedeutet Fachgespräche mit zivilgesellschaftlichen Akteuren und Verbänden, bedeutet fachliche Vorbereitung von Ausschüssen und natürlich die politische Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner in den Gremien und in der Öffentlichkeit. Die fachliche und politische Ebene muss gekonnt zusammengeführt werden, um schließlich, taktisch geschickt, so viel wie möglich für die eigenen Wählerinnen und Wähler herauszuholen.

Neben dem Einblick in den Wiesbadener Politikbetrieb war für mich aber gerade die fachliche Ebene im Bereich der Wohnpolitik spannend. Man kann sich natürlich vieles Anlesen, aber das Pro und Contra für einzelne wohnpolitische Instrumente, wie z.B. der Fehlbelegungsabgabe, bekommt man dann eben doch am besten mit, wenn man zielorientiert an einem Thema arbeitet und die Kritik von der Stoßrichtung, Intention und Stärke her den verschiedenen Akteuren zuordnen kann. Man begreift viel schneller die Zusammenhänge zwischen einzelnen politischen Instrumenten und bekommt durch die vielen Fachgespräche ein wesentlich differenzierteres Bild, da man auch andere Perspektiven auf die einzelnen Sachverhalte erhält.

Im Großen und Ganzen bin ich sehr froh darüber, dass ich mein Praktikum bei Michael Siebel machen konnte und kann dies nur jedem weiterempfehlen.